Rauchen? Nichtrauchen? oder geht es nicht um viel Mehr?
Untenstehender Text wurde an Main Post und Kitzinger Zeitung als Pressemitteilung am 29.06. gesandt.
Volksabstimmung am 4. Juli und die Bevölkerung Bayerns ist gespalten. Auf der einen Seite die Koalition der Befürworter eines strengeren Nichtraucherschutz hier federführend die Parteien ÖDP, SPD und überraschender Weise die Grünen, überraschend deswegen weil diese Partei ja vor nicht allzu langer Zeit sogar die Legalisierung des Rauchens von Marihuana gefordert hatte. Auf der anderen Seite die vermeintlichen Nutznießer einer Beibehaltung des jetzigen Verbotes, die Tabakindustrie und die Gastronomen, und ganz am Rande die Bayernpartei bei der es in diesen Volksentscheid primär nicht ums Rauchen oder Nichtrauchen geht sondern um die Bewahrung des urbayerischen Grundgedankens des – Leben und Leben lassen — unser aller Liberalitas Bavariae. Wir unterstützen bei dieser Aktion die Gastronomen, nicht weil wir die gesundheitsschädliche Wirkung des Nikotins verneinen, sondern weil wir der Auffassung sind, dass die Gastronomen gemäß Artikel 153 der bayerischen Verfassung zu behandeln sind:
„ Die selbständigen Kleinbetriebe und Mittelstandsbetriebe in Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Industrie sind in der Gesetzgebung und Verwaltung zu fördern und gegen Überlastung und Aufsaugung zu schützen. Sie sind in ihren Bestrebungen, ihre wirtschaftliche Freiheit und Unabhängigkeit sowie ihre Entwicklung durch genossenschaftliche Selbsthilfe zu sichern, vom Staat zu unterstützen. Der Aufstieg tüchtiger Kräfte aus nichtselbständiger Arbeit zu selbständigen Existenzen ist zu fördern.“
In unserem Verständnis ist der Gastwirt ein solcher Kleinunternehmer und sollte deshalb die unternehmerische Freiheit besitzen zu entscheiden ob in seinem Lokal geraucht werden soll oder nicht. Bei einer entsprechenden Deklarierung an der Eingangstür bleibt es dann auch einen jeden Besucher freigestellt ob er ein Raucher oder ein Nichtraucherlokal aufsucht, soweit das Verständnis der Bayernpartei. Am 4. Juli geht es nicht um das Rauchen es geht um ein weiteres Stück Freiheit, dass den Bewohnern unseres Landes genommen werden soll. Meine Befürchtung ist die, dass heute die ÖDP das Rauchen, nächstes Jahr die Violetten das Ausschenken von mehr als einen Schoppen und im übernächsten Jahr die Tierschutzpartei das servieren von Fleischgerichten verbieten wollen nur um sich dadurch kurzzeitig zu profilieren. Alle freiheitlich denkenden Mitbürger können sich gerne am Samstag von 9 bis 12 Uhr an unseren Infostand vor dem Tabakhaus am Markt treffen um die Bayernpartei zu unterstützen.