Landesgeschäftsführer unterhält politische Kontakte in den USA

Spitzengespräch in North Carolina

Während seines USA Urlaubs führte der BP Landesgeschäftsführer, Kreis- und Stadtrat Uwe Hartmann in Fayetteville ein politisches Sondierungsgespräch mit J.J. Summerell, dem Vize-Präsidenten der Libertarian Party of North Carolina.

Beide Politiker erörterten ausgiebig den Rückzug der USA unter Präsident Trump aus dem Pariser Klimaschutzabkommen. Sowohl Summerell als auch Hartmann waren sich darüber einig, dass vor allem die USA, neben China der weltgrößte Umweltsünder, anstelle sich zurück zu ziehen weit mehr sich einzubringen hätte. Aus Sicht eines Besuchers, bemängelte Hartmann den mehr als großzügigen Umgang mit Plastiktüten in den amerikanischen Geschäften, das nicht Vorhandensein von Mehrwegflaschen und das nicht oder nur halbherzig durchgeführte Recycling von Plastikflaschen und Dosen. Uwe Hartmann zeigte seinem amerikanischen Gesprächspartner auch die Auswirkung von Mikroplastik in den Weltmeeren auf, J.J. Summerell musste unumwunden zugeben, dass er hierüber sehr wenig Kenntnisstand hatte.
Summerell, welcher bei der letzten Governeurswahl als Spitzenkandidat seiner Partei antrat und in seinem Wahlkampf den Schwerpunkt auf Naturschutz und Landwirtschaft gelegt hatte betonte, dass seine Partei strikt gegen die Pläne der Trump Administration sei, den Kohleabbau und die Schwermetallindustrie zu fördern. Sein Bedauern drückte Summerell auch darüber aus, dass der Spritverbrauch in den USA keine wesentliche Rolle einnehme, hier fahren die Leute SUV`s welche 18-22 Liter Sprit auf 100km verbrauchen und denken sich nichts dabei, hier können wir noch sehr viel von den Europäern lernen, so der US Politiker.

Das Fazit von Beiden im Thema Umweltschutz und Klimawandel: „ Das ist eindeutig eine Sache die global in Angriff genommen werden muss, Klimawandel, so Hartmann, lässt sich auch nicht durch eine Mauer um Amerika herum aufhalten.

J.J. Summerell nahm diesen Satz zum Anlass um über den Mauerbau nach Mexiko sein Statement abzugeben. „Abgesehen davon, so Summerell, dass seit mehreren Jahren mehr Südamerikaner wieder zurückkehren als hereinkommen, wird eine Mauer die Flüchtlinge mit Sicherheit nicht stoppen. Stoppen können wir diese illegalen Beschäftigten nur, wenn wir diejenigen härter bestrafen, welche di illegalen Einwanderer ohne Sozialversicherung beschäftigen. Hier sprechen wir aber hauptsächlich vom gehobenen Mittelstand oder reichen US Bürgern, und diese haben in Washington, besonders auch unter der Trump Administration eine starke Lobby.

Uwe Hartmann kritisierte auch den Ausspruch von Präsident Trum „Germany is bad“. Wenn die Amerikaner als Autobaunation nicht in der Lage sind Fahrzeuge zu bauen die erfolgreich auf dem deutschen oder europäischen Markt in der gehobenen Mittelklasse und darüber hinaus zu bestehen, dann ist dies kein Problem der deutschen Autobauer. „Wir können doch unsere Qualität nicht absenken, nur um einen Markt für US Fahrzeuge zu ermöglichen.“ Und Hartmann weiter: „Ich fürchte, dass der US Präsident mit seiner Art auch befreundeten Nationen vor den Kopf zu stoßen, die USA isoliert.“
Auch in Punkto Subsidiarität waren sich die beiden Politiker weitgehenst einig. Summerell verfolgte mit großem Interesse den Ausführungen Hartmanns, welcher die Zielsetzung eigenständiges Bayern seinen Gesprächspartner erläuterte. Auch in den USA, vor Allem in Texas und Kalifornien gibt es solche Bestrebungen, erläuterte Summerell, hier sei jeweils auch die Libertarian Party sehr stark engagiert. Auch die Libertarians wollen so viel Verantwortung auf den einzelnen Bundesstaaten übertragen wie möglich ist. Wir brauchen nicht die ständige Gängelung von Washington, und ihr gewiss nicht von Berlin, so sein Fazit.

Im Abschluss waren sich die Beiden einig, dass man im Laufe des dreistündigen Gespräches sehr viel Sympathie für einander aber vor allem auch sehr viele Gemeinsamkeiten in der Parteistruktur feststellen konnte. Hartmann erklärte, dass sich die Bayernpartei freuen würde, einen Vertreter der Libertarian Party zum nächstjährigen EFA Treffen in Landshut begrüßen zu dürfen.

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